Informationen zur Corona-Schutzimpfung für die Gruppe der Phase 1

Bewohner:innen eines Alten- oder Pflegeheimes können sich bereits impfen lassen. Die Heimleitung informiert über die Möglichkeit der Corona-Schutzimpfung. Die Impfung wird vor Ort organisiert und erfolgt mittels 2 Impfdosen im Abstand von 21 Tagen.

Quelle: AGES

Bei älteren Personen sowie Hochrisikogruppen kommt es am häufigsten zu schweren Erkrankungen und Todesfällen. Eine Impfung gegen das Coronavirus ist die beste Möglichkeit, um einen schweren Krankheitsverlauf oder Todesfall zu vermeiden.

Quelle: AGES

Alle Bewohner:innen, das gesamte Personal sowie Personen mit einer regelmäßigen Tätigkeit in Alten- und Pflegeheimen können und sollen die Möglichkeit der Corona-Schutzimpfung in Anspruch nehmen. Das gilt auch für Gesundheitspersonal in Bereichen, die besonders betroffen sind (etwa COVID-Stationen) sowie für erste Hochrisikogruppen. Die Impfung schützt vor einer COVID-19-Erkrankung, einem schweren Krankheitsverlauf und vermeidet Todesfälle.

Quelle: AGES

Informationen zum Impfstoff

Nein. Die Impfstoffe werden über die österreichische Bundesregierung angekauft und anschließend nach Bedarf auf die Impfstellen in den Bundesländern verteilt.

Quelle: AGES

 

Impfungen, die in Österreich auf den Markt kommen, sind sicher. Die zugelassenen Corona-Impfstoffe haben alle drei Phasen der klinischen Prüfung erfolgreich bestanden. Auch nach ihrer Zulassung werden die Impfstoffe regelmäßig kontrolliert und überwacht und mögliche Nebenwirkungsmeldungen genauestens überprüft.

Quelle: AGES

Am 21. Dezember 2020 erteilte die Europäische Kommission dem ersten Impfstoff die Marktzulassung. In Österreich wurden die ersten Corona-Schutzimpfungen am 27.12.2020 verabreicht.

Quelle: AGES

 

Innerhalb der EU werden die Mengen je nach Bevölkerungsanteil aufgeteilt. Österreich stehen ca. 2 Prozent der zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen zu. Bei der ersten europaweiten Auslieferung hat Österreich zunächst rund 10.000 Impfdosen erhalten. Im Laufe des Jahres 2021 werden in Österreich genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, damit alle Menschen, die sich freiwillig impfen lassen möchten, auch impfen lassen können.

Quelle: AGES

 

Momentan sind in Österreich vier Impfstoffe zugelassen: zwei mRNA-Impfstoffe
(BioNTech/Pfizer und Moderna) und zwei Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca und
Johnson&Johnson). Die Impfstoffe basieren auf dem Prinzip der „aktiven
Immunisierung“. Das Ziel ist, dass der eigene Körper Antikörper produziert und sich
somit selbst schützt.
Stand der Information: 12.03.2021
Quelle: AGES, MedUni Wien

Nein. Patient:innen können sich den Corona-Impfstoff nicht aussuchen. Wer welchen Impfstoff bekommt, hängt unter anderem von der Verfügbarkeit ab. Außerdem ist nicht jeder Impfstoff für jede Person gleich gut geeignet.

Quelle: AGES, Ärztekammer Wien

Nein. Derzeit gibt es die Corona-Schutzimpfung nur für Personen ab 16 Jahren. Bevor auch Kinder geimpft werden dürfen, müssen erst ausreichend Studien in dieser Altersgruppe durchgeführt werden. Sollten Impfstoffe für Kinder zugelassen werden, wird es sich vermutlich um dieselben Impfstoffe handeln, die auch bei Erwachsenen zur Verfügung stehen, möglicherweise in einer anderen Dosierung.

Quelle: AGES, Ärztekammer Wien

Virus-Mutationen sind nichts Außergewöhnliches, sondern ein natürlicher Prozess, der in einem gewissen Ausmaß in nahezu allen Viren abläuft. Die Forschung läuft auf Hochtouren und zahlreiche Studien befassen sich damit, ob die Impfstoffe Veränderungen des Virus abdecken. Nach derzeitigem Wissensstand schützt die mRNA-Impfung auch gegen neue Stämme, so auch gegen B.1.1.7.

Stand: 23.01.2021, 23:00 Uhr

Quelle: AGES, MedUni Wien, Pharmazeutische Zeitung, Interview Dr. Höltl – Prof. Wiedermann-Schmidt

Bei mRNA-Impfstoffen wird dem Körper eine Art „Bauplan“ (synthetisch hergestellte mRNA) gespritzt, mit dem er eigenständig Antigene bilden kann. Sobald das Immunsystem auf den Erreger getroffen ist, kann es von selbst einen Schutz aufbauen und Antikörper gegen das Coronavirus produzieren. Die mRNA, die über den Impfstoff verabreicht wurde, wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in das Erbgut (DNA) eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation oder auf die Fruchtbarkeit. Video: https://www.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=GBq_l2llyzo Stand der Information: 22.01.2021

Quelle: AGES, MedUni Wien

Vektorimpfstoffe bestehen aus einem Virus, das zwar harmlos ist, aber aussieht wie der Erreger des Coronavirus. Auf das Immunsystem wirkt das Virus sozusagen wie ein „Schaf im Wolfspelz“: Die körpereigene Abwehr reagiert auf das Virus und bildet Antigene, jedoch bleiben die Krankheitsfolgen aus. Schließlich produziert der Körper Antikörper und kann sich selbst vor dem Coronavirus schützen.

Quelle: AGES, MedUni Wien

Die Impfstoffe für die Corona-Schutzimpfung werden von der Republik eingekauft und je nach verfügbarer Liefermenge verteilt. Zunächst werden Bewohner:innen von Alters- und Pflegeheimen, das Personal, erste Hochrisikogruppen sowie Personen, die in besonders gefährdeten Bereichen tätig sind, geimpft. Die Impfstoffe müssen ordnungsgemäß gelagert, transportiert, abgegeben und verabreicht werden.

Quelle: AGES

Ja. Die Impfstoffe werden nicht nur vor und während der Zulassung, sondern auch solange sie auf dem Markt sind, laufend überwacht.

Quelle: AGES

Teilnahme an der Corona-Schutzimpfung

Die Corona-Schutzimpfung wird durch eine Ärztin oder einen Arzt oder durch geschultes, medizinisches Personal (z.B. Krankenpfleger:innen) nach schriftlicher, ärztlicher Anordnung durchgeführt.

Quelle: AGES

Ja. Es besteht keine Impfpflicht, aber eine dringende Impfempfehlung. Jede Person, die sich impfen lassen möchte, wird sich impfen lassen können. Da zu Beginn nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden zuerst jene Personen geimpft, die das höchste Risiko haben. Danach können schrittweise alle anderen geimpft werden.

Quelle: AGES

Nein, es besteht keine Impfpflicht. Mit einer Corona-Schutzimpfung senken Sie jedoch das Risiko, selbst schwer an Corona zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt informiert Sie gerne über die Corona-Schutzimpfung. Weiters steht die Coronavirus-Hotline unter 0800 555 621 kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung.

Quelle: AGES

– deine Sozialversicherungsnummer
– die unterschriebene Aufklärungs- und Einwilligungserklärung
– deinen Impfpass (falls vorhanden)

Quelle: AGES

Ja, man kann sich gegen Corona impfen lassen. Die Corona-Schutzimpfung senkt das Risiko einer Erkrankung deutlich und minimiert die Gefahr für einen schweren Krankheitsverlauf.

Quelle: AGES

Die Corona-Schutzimpfung wird bei den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna
und AstraZeneca in zwei Impfdosen verabreicht. Je nach Impfstoff besteht zwischen
den beiden Impfungen ein Abstand von 21 bis 84 Tagen. Bei der Impfung von
Johnson&Johnson ist eine Dosis ausreichend.
Stand der Information: 12.03.2021
Quelle: AGES, MedUni Wien

Da nicht ausreichend Impfstoff für alle Personen zur Verfügung steht, werden zunächst Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen erschwerten Krankheitsverlauf aufweisen, geimpft. Danach können sich schrittweise alle anderen Menschen impfen lassen.

Quelle: AGES

Risiken und Nebenwirkungen der Corona-Schutzimpfung

Nein. Der Corona-Impfstoff wurde streng geprüft und in Studien mit mehreren zehntausenden Menschen erprobt. Er wird nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Ländern bereits verwendet. Der Impfstoff ist hochwirksam, gilt als sicher und verändert das Erbgut nicht.

Quelle: AGES

Nein, das ist nicht möglich.

Quelle: AGES

Nach der Corona-Schutzimpfung kann es, wie bei allen anderen Impfungen, zu leichten Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen kommen. Auch Muskelschmerzen, leichtes Fieber und Schüttelfrost können auftreten. Diese Impfreaktionen sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein. Sie verschwinden in der Regel nach ein paar Tagen wieder. Leichte Impfreaktionen sind ein Zeichen dafür, dass das menschliche Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Schwere unerwünschte Nebenwirkungen sind äußerst selten.

Quelle: AGES

Auf Basis des Impfschadengesetzes leistet die Republik Österreich Entschädigung für Schäden, die durch Impfungen verursacht worden sind. Die Corona-Schutzimpfung wurde in dieser Verordnung ergänzt.

Quelle: AGES

Mit 100-prozentiger Sicherheit kann man das nicht wissen, jedoch ist dies auch bei anderen Arzneimitteln zum Zeitpunkt der Zulassung nicht möglich. Jahrelange Erfahrungen zeigen aber, dass die meisten Nebenwirkungen bereits unmittelbar nach oder innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen nach der Impfung auftreten. Um möglichst alle Langzeitnebenwirkungen erfassen zu können, müsste man sehr große Studien über viele Jahre bis Jahrzehnte durchführen. In dieser Zeit würde der Gesellschaft jedoch ein wirksames Mittel zur Vermeidung bedrohlicher Krankheitsverläufe und Todesfälle vorenthalten werden.

Quelle: AGES, RKI

Besteht ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einer Corona-Schutzimpfung und einer bleibenden gesundheitlichen Schädigung (kommt nur äußerst selten vor), kann der/die Betroffene einen Antrag auf Zuerkennung eines Impfschadens stellen. Ob es zwischen Impfung und dem Schaden einen Zusammenhang gibt, wird vor Gericht mit Hilfe von medizinischen Sachverständigen geklärt. Kann ein direkter Zusammenhang festgestellt werden, kommt das Impfschadengesetz zum Tragen. Es gewährleistet finanzielle Entschädigung und rechtliche Sicherheit für Betroffene.

Quelle: AGES

Impfungen sind für die meisten Menschen sicher und wirksam. In Einzelfällen kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Diese müssen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) gemeldet werden. So kann auch nach der Zulassung des Impfstoffes laufend überprüft und sichergestellt werden, dass die verfügbaren Impfstoffe sicher sind. Ärzt:innen, Apotheker:innen sowie andere Gesundheitsberufe sind verpflichtet, Nebenwirkungen zu melden. Patient:innen oder deren Angehörige können Nebenwirkungen freiwillig direkt an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) melden. Mehr Informationen unter der Telefonnummer 0800 555 621 oder https://www.basg.gv.at/marktbeobachtung/meldewesen/nebenwirkungen

Quelle: AGES

Impfstoffforschung und -zulassung

Ja. Derzeit sind in Österreich drei Imfpstoffe zugelassen, nämlich mRNA-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna sowie ein Vektorimpfstoff (Adenovirus) von AstraZeneca.

Stand der Information: 09.02.2021
Quelle: AGES, Ärztekammer Wien, BASG

Trotz der Erfolge und den Zulassungen der Corona-Impfstoffe wird weltweit weiterhin intensiv an Impfstoffen geforscht: So befinden sich derzeit laut WHO über 200 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung. Ein detaillierter Überblick über den aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines zur Verfügung gestellt. Stand: 22.01.2021, 18:30 Uhr

Quelle: AGES, MedUni Wien, WHO

In sogenannten präklinischen Studien, im Labor mit Zellkulturen oder im Tierversuch, gewinnen Forscher:innen erste Hinweise zu Wirkung, Verträglichkeit und Dosierung eines neuen Wirkstoffs. Treten keine gefährlichen Nebenwirkungen auf und hat die Ethikkommission ihre Genehmigung erteilt, darf der Wirkstoff am Menschen geprüft werden. In den klinischen Studien wird genau untersucht, ob der Wirkstoff sicher, verträglich und wirksam ist.

Quelle: AGES

Ja, Österreich ist an vorderster Stelle mit dabei, wenn es um die Forschung und Herstellung von Corona-Impfstoffen geht. Gleich mehrere heimische Unternehmen entwickeln oder forschen zu Impfstoffkandidaten oder Bestandteilen davon. Das gemeinsame Ziel ist, so bald wie möglich mehrere Impfstoffe zur Zulassung zu bringen. Damit leisten österreichische Unternehmen einen wichtigen Beitrag, um diese Pandemie in den Griff zu bekommen.

Quelle: AGES

Ja, in sehr seltenen Fällen werden Zulassungen wieder aufgehoben. Dies geschieht zum Beispiel, wenn langfristig schwere Nebenwirkungen auftreten. Dann wird der Impfstoff unverzüglich vom Markt genommen.

Quelle: AGES

Ist ein Corona-Impfstoff sicher, verträglich und wirksam, besteht die Möglichkeit, den Zulassungsprozess zu beschleunigen, um den Impfstoff schneller auf den Markt zu bringen. Normalerweise finden Begutachtungen nacheinander statt. Durch eine begleitende Begutachtung („Rolling Review“) können Arzneimittelbehörden bereits während der noch laufenden Entwicklung zu beurteilen beginnen. Dies spart Zeit – Sicherheit und Wirksamkeit stehen dennoch stets an oberster Stelle.

Quelle: AGES

Bevor ein Impfstoff auf den Markt kommt, wird er in genau vorgegebenen Prozessen überprüft. Zu Beginn einer Impfstoffentwicklung wird der Erreger analysiert. Darauf basierend wird das Design des Impfstoffes entwickelt. In Tierversuchen und Zellkulturen werden Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet. Es gibt klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, die ein Impfstoffkandidat erfüllen muss, bevor er am Menschen getestet werden darf. Unter der Voraussetzung, dass er die hohen Produktions- und Qualitätsansprüche erfüllt, wird er in einer klinischen Studie, die in drei Phasen abläuft, an freiwilligen Studienteilnehmer:innen erprobt. Hält der Impfstoff all diesen Prüfungen stand, kann ein Zulassungsantrag gestellt werden.

Quelle: AGES, Österreichische Ärztekammer

Das Zulassungsverfahren für einen Impfstoff ist sehr streng. Wird bei der Europäischen Arzneimittelbehörde ein Antrag auf Zulassung eines Impfstoffes eingereicht, müssen umfangreiche Daten vorgelegt werden, z.B. zur Herstellung des Impfstoffes oder zu den durchlaufenen klinischen Studien an Mensch und Tier. Basierend auf allen vorgelegten Daten wird eine Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt, um einen qualitativ hochwertigen, wirksamen und vor allem auch sicheren Impfstoff zu gewährleisten.

Quelle: AGES

Vor ihrem Beginn müssen klinische Studien in ein öffentlich zugängliches Register eingetragen werden. Dadurch wird größtmögliche Transparenz in der medizinischen Forschung garantiert. Zudem wird sichergestellt, dass keine Daten unterdrückt oder weggelassen werden können. Das wichtigste Register in der EU ist das der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, das sogenannte EU Clinical Trials Register. Hier können Infos zu klinischen Studien öffentlich eingesehen werden. https://www.clinicaltrialsregister.eu

Quelle: AGES

Risikopatienten (schwangere Personen)

Bei jenen Frauen aus der Testgruppe, die unwissentlich schwanger waren, wurden keine schädlichen Auswirkungen festgestellt. Dennoch ist der Impfstoff noch nicht für schwangere Frauen zugelassen, da bisher zu wenige Erfahrungswerte vorliegen. Eine ungewollt eintretende Schwangerschaft ist kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch. Ob eine Impfung während der Schwangerschaft empfehlenswert ist, hängt von Nutzen und Risiko ab und sollte individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Quelle: AGES, MedUni Wien

Frauen mit Kinderwunsch wird die Corona-Schutzimpfung in der Regel empfohlen. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft, den Embryo, seine Entwicklung oder die Geburt hat. Sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt, wenn Sie Bedenken haben. Diese/r wird mit Ihnen Nutzen und Risiko der Impfung sorgfältig abwägen.

Quelle: AGES, MedUni Wien

Stillende Mütter können sich impfen lassen. Der Impfstoff geht nicht in die Muttermilch über.

Quelle: AGES, MedUni Wien

Corona-Schutzimpfung bei Allergien & Krankheiten & Risikogruppen

Ja. Die Corona-Schutzimpfung wird trotzdem gut vertragen und kann dein Immunsystem unterstützen. Daher kann und soll die Corona-Schutzimpfung auch nach bereits durchgemachter Erkrankung erfolgen.

Quelle: AGES

Menschen mit einer bekannten Allergie (zum Beispiel Hausstaub oder Gräser) können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Corona-Schutzimpfung ist sicher und gut verträglich. Schwere allergische Reaktionen sind äußerst selten. Die Beobachtungszeit nach einer Impfung sollte bei Allergikern zur Absicherung auf etwa 30 Minuten verlängert werden. Bei schweren Allergien sollten Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt über Risiko und Nutzen der Corona-Schutzimpfung sprechen. Zu einer Impfung sollte, falls vorhanden, der Allergie-Ausweis mitgebracht werden.

Quelle: AGES

Bisher wurden die Corona-Impfstoffe bei Personen mit Autoimmunerkrankungen nur teilweise untersucht. Zu HIV, Krebserkrankungen (ohne Chemotherapie), Diabetes mellitus, stabilen Autoimmunerkrankungen und Krankheiten, die das Herz-Kreislauf-System oder die Lunge betreffen, liegen bereits Erfahrungswerte vor. Hier wurden keine schädlichen Auswirkungen auf Verträglichkeit oder Wirksamkeit festgestellt. Zu anderen Krankheitsbildern gibt es noch zu wenige Erfahrungswerte. Ob eine Impfung bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen empfehlenswert ist, sollte daher individuell mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Quelle: AGES, MedUni Wien

Abhängig von der weiteren Verfügbarkeit im Verlauf des Februars und März 2021 und den Eigenschaften der Impfstoffe werden alle medizinischen Hochrisikogruppen sofort von ihren jeweils behandelnden Ärzt:innen oder Ambulatorien zu einer Corona-Schutzimpfung eingeladen werden.

Quelle: AGES

Wer krank ist und Fieber hat, sollte sich erst nach der Genesung impfen lassen. Eine leichte Erkältung ist aber kein Grund, die Corona-Schutzimpfung zu verschieben.

Quelle: AGES, RKI

 

Liegen Symptome einer Erkrankung vor, sollte keine Corona-Schutzimpfung verabreicht werden (wie bei anderen Impfungen auch). Bei positivem Corona-Test können Sie sich nach Beendigung der Quarantäne bzw. nach sicherer Ausheilung impfen lassen.

Quelle: AGES, Ärztekammer Wien

EU-weite Vorgehensweise und Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Ethikkommissionen sind Beratungsgremien, die aus Expert:innen und Laien bestehen. Die Aufgabe dieser Kommissionen ist es zu prüfen, ob Forschungsprojekte unbedenklich sind, bevor sie am Menschen durchgeführt werden. Jede klinische Studie muss vor Beginn von der Ethikkommission begutachtet und genehmigt werden. Die Mitglieder sind unter anderem Fachleute aus verschiedenen Bereichen der Medizin, der Pflege, der Ethik, der Pharmazie oder Pharmakologie. Ethikkommissionen sind gesetzlich festgelegt, unabhängig und weisungsfrei.

Quelle: AGES, Österreichische Ärztekammer

Ethikkommissionen überprüfen Forschungsprojekte und klinische Studien zu Arzneimitteln und Medizinprodukten, sowie die Anwendung neuer medizinischer Methoden auf ihre Notwendigkeit und Unbedenklichkeit. Sie wägen Risiko und Nutzen ab, sollen Studienteilnehmer:innen schützen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in klinische Forschung stärken.

Quelle: AGES

Eine gemeinsame Vorgehensweise auf EU-Ebene garantiert einen raschen Zugang zu qualitativ hochwertigen, sicheren und wirksamen Impfstoffen. Kein Mitgliedsstaat wäre allein in der Lage, die Investitionen in die Entwicklung und Herstellung einer ausreichenden Anzahl von Impfstoffen zu stemmen. Nur durch rasches und einheitliches Handeln kann das Ziel, der gesamten EU-Bevölkerung einen Impfstoff zur Verfügung zu stellen, erreicht werden.

Quelle: AGES

Die gemeinsame, koordinierte Impfstoffbeschaffung kann als eine der großen Erfolgsgeschichten der EU im Gesundheitsbereich betrachtet werden. Die 27 Mitgliedsländer der EU und der Europäischen Kommission haben sich gemeinsam verpflichtet, mit den Hersteller:innen von vielversprechenden Corona-Impfstoffen Vorkaufverträge abzuschließen und Liefermengen zu reservieren. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Teilung von Risiken und die Bündelung von Investitionen und Know-how, um Größen- und Verbundvorteile zu nutzen und rasch handeln zu können. Innerhalb der EU werden die Impfstoffe jeweils nach Bevölkerungsanteil gerecht aufgeteilt. Österreich steht ein Anteil von ca. 2% zu.

Quelle: AGES

Um das Risiko beim Abschluss hochriskanter Vorkaufsverträge breiter zu streuen, ist es sinnvoll, gesammelt mit größerem Budget gegenüber den Hersteller:innen aufzutreten. Eine große Organisation wie die EU hat zudem eine bessere Verhandlungsposition als ein einzelnes Land. Sobald Liefermengen verfügbar sind, haben alle EU-Mitgliedsländer gleichzeitig Zugriff darauf, gemäß ihrem jeweiligen Anteil an der EU-Bevölkerung.

Quelle: AGES